
Die Wahrheit über Infrarotlampen für die Mikroelektronik Die Arbeit an den PCBs von Smartwatches ist eine Qual. Die Komponenten müssen in einem Raum untergebracht werden, der kleiner ist als ein Poststempel. Wenn man versucht, diese Komponenten mit heißer Luft zu löten, handelt es sich im Grunde um ein Spiel mit dem Feuer – schließlich sind die winzigen 0201-Kondensatoren sehr empfindlich. Eine falsche Bewegung und sie sind zerstört. Deshalb nutzen wir Kurzwellen-Infrarotquarzlampen. Anstatt Luft überallhin zu blasen, strahlen diese Lampen die Energie direkt auf die Lötstellen ab. Die richtige Hitzepegel-Einstellung Der Schlüssel liegt in der kontrollierten Erhöhung der Hitze. Diese Lampen verwenden einen Quarzkörper, der es ermöglicht, dass der Filament extrem heiß wird – gleichzeitig bleibt das Strahlungsbereich eng begrenzt. Das ist wichtig, denn so kann die Hitze nicht in die Kunststoffhülle oder, noch schlimmer, in die Batterie gelangen. Doch Achtung: Man sollte nicht einfach nur die Leistung erhöhen und darauf hoffen, dass alles gut geht. Ohne einen PID-Regler, der die Temperaturen kontrolliert, kann das Board beschädigt werden, bevor man es überhaupt bemerkt. Man braucht also einen Feedbackmechanismus, damit man den idealen Hitzepegel erreicht. Was steckt hinter der Technologie? Wir verwenden hochreinen Quarz – aus gutem Grund. Er bleibt auch nach tausenden von Hitzzyklen stabil, sodass man ihn nicht alle paar Wochen austauschen muss. Zudem verwenden wir Standardstecker, die problemlos in die meisten Reparaturstationen passen. Die Filamente sind auf eine bestimmte spektrale Ausstrahlung abgestimmt. Mit anderen Worten: Die Hitze dringt direkt durch das Lötmaskierungsmaterial und trifft direkt auf die Kupferflächen. Das ist effizient. Die Realität vor Ort Diese Lampen sind zwar leistungsstark, aber auch zerbrechlich. Eine ungeschickte Bewegung während der Einrichtung kann dazu führen, dass der Quarzkörper zerstört wird. Man muss also besonders vorsichtig sein. Wenn man die Lampe nur zwei Millimeter zu nah an das Board bringt, kann das dazu führen, dass eine der Kontaktoberflächen abgelöst wird. Die Einstellungen müssen daher genau kontrolliert werden. Noch ein Tipp aus der Praxis: Nutzen Sie einen Kühlventilator für die Gehäuse. Wenn man lange Schichten arbeitet, können die Kontaktstellen nämlich schmelzen. Halten Sie sie kühl, dann halten sie länger.